Bogen-/ Blattverarbeitung

//Bogen-/ Blattverarbeitung
Bogen-/ Blattverarbeitung 2017-05-31T20:49:35+00:00

Planoverarbeitungen

Wie aus Planobogen fertige Highlights werden.

Da 99% der Druckprodukte zu mehreren Nutzen bzw. Exemplaren auf Übergroßen Bogen gedruckt werden um auch randabfallende Objkete zu realisieren, werden i.d.R. alle Produkte auf das gewünschte Format mittels Planschneider stapelweise geschnitten.
Das stapelweise „lochen“ dient vorwiegend zur Abheftung in Ordnern oder auch zu dekorativen Zwecken. Die Bohrung(en) kann ein-, zwei- oder vierfach in verschiedenenen Lochdurchmessern erfolgen.
Beim schneiden ist es nur möglich gerade rechtwinklige Schnitte auszuführen. Wer andere Formen bevorzugt, der greift auf das stanzen zurück, bei dem viele Formen möglich sind.
Eine der ältesten und wirkungsvollsten Veredlungen ist die Prägung, die den Tastsinn der Betrachter anspricht. Beim Prägevorgang werden Objekte (auch Blind – also ohne Vordruck) mittels angefertigter Prägeform in das Material hoch- oder auch tiefgestellt hineingedrückt. Ein zusätzliches Erlebnis lässt sich durch die Heißfolienprägung erzielen, in der zusätzlich eine Metallicfarbene Folie über die Prägung verläuft. Die Heißfolienprägung ist auch „plan“, also ebenmäßig ohen Prägung realisierbar und auch schon ab Einzelexemplaren wirtschaftlich.
Damit ein Druckerzeugniss mehr als nur ein einfaches Blatt werden kann, kann es auf unterschiedlichste Art und Weise gefalzt (ugs. gefaltet) werden. Das nuten bzw. rillen dient zur Vorbereitung eines Falzvorgangs wodurch die Falzbruchqualität deutlich steigt. Generell werden Druckerzeugnisse ab 170g/m2 genutet / gerillt. Vom einfachen Einbruchfalz wie z.B. von zwei Seiten DIN A4 auf vier Seiten DIN A5 oder auch mehrseitige Wickel-, Parallel- und Zickzackfalze ist alles möglich um aus einem großen Bogen einen kleinen Folder zu realisieren.falzen1 falzen3 falzen2
Durch das perforieren entstehend, je nach Perforierungseinteilung, eine Reihe von kleinen Schlitzen oder Löchern, wodurch der Reiswiederstand vom Material verringert wird. Hierdurch lassen sich Druckerzeugnisse wie Eintrittskarten ideal handhaben.
Zum nummerieren verwenden wir drei verschiedene Systeme. Einen Original Heidelberg Tiegel mit Druckauslösung. Hierbei wird neben der Nummerierung ein Sternsymbol mit aufgedruckt, der nach jedem Druck das Zählwerk eine Nummer weiterspringen lässt. Eine Alternative bietet unser Rotativsystem, in dem die Nummer nach einem Computersystem gestellt wird. Bei Kleinauflagen nummerieren wir direkt im Digitaldruck.
Das laminieren beschreibt das „einschließen“ von auf Endformat beschnittenen Materialien in Folie, wodurch das eingeschlossene Material nahezu wasserdicht und geschützt ist. Bei der Kaschierung wird das Druckerzeugnis mit Folie (ein- oder zweiseitig) verbunden. Der unterschied zur Laminierung liegt im nachträglichen Beschnitt auf das Endformat, wodurch die Kanten „offen“ und somit „nicht wasserdicht“ sind. Durch verschiedene Folienarten, wie glänzend, matt oder leinenstrukturiert, können verschiedene Emotionen beim Betrachter hervorgerufen werden und lassen sich z.B. als Speisekarte auch feucht abwischen.
Eine Reihe von verschiedenen Lacken können ein Druckerzeugnis deutlich aufwerten z.B. durch eine vollflächige oder partielle (nur bestimmte Bereiche / Bildobjekte) Lackierung mittels Hochglanz-, Soft- oder Glitzerlack. Auch spezielle Effektlacke wie Duft-, Rubbel- und Thermolacke sind möglich, wodurch eine Aktion erforderlich ist um den Effekt auszulösen.
Mittels Blockleim lassen sich mehrere Blätter als Block verleimen, von dem später Blatt für Blatt abgerissen werden können. Für eine bessere Klebkraft kann der Rücken zuvor angeraut werden. Um Durchschreibsätze als Einzelsätze zu fertigen wird spezieller Satzleim benötigt, der mit den Eigenschaften der Satzblätter reagiert.
Wo die Grenzen von Stanzformen erreicht sind fängt die Lasertechnik an. Feine Ausschnitte, filigrane Details und unendlich viele Formen sind für den Laser kein Problem. Ein typischen Erkennungszeichen von Laserarbeiten bei Papier und Kartonagen sind die feinen Schmauchspuren an Schnitt- und Gravurkanten. Durch die Lasertechnik lassen sich neben Effektvollen Veredelungen auch Materialien wie Acrylglas, Leder, Glas, Holz, Gummi und vieles mehr verarbeiten. Durch diese Materialvielfalt lassen sich eigenständige Produkte wie 3D-Buchstaben, Effektschilder, Werbeartikel, Stempel u.v.m. realisieren.